Studie zu einem abstrakten Naturbegriff

/ 2019

Farbmodell
Farbmodell
Simulation
Simulation

Künstler*in: Philipp Röhe Hansen Schlichting
Objekt-Standort: Kleiner Flecken in Neumünster (noch nicht realisiert)

Simulation des Entwurfs für ein Gebäude am kleinen Flecken in Neumünster
Eigentlich ist das Projekt zur Umsetzung dieser Arbeit von allen Beteiligten und Partnern bereits zugesagt, genehmigt und finanziert. Leider kam es aber während der Organisations- und Entwicklungsphase zu einer Veränderung der Besitzverhältnisse des Gebäudes. Der Entwurf schwebt derzeit in einem Zwischenraum und sucht eine neuen manifesten Platz. 


Gedanken zur „Studie zu einem abstrakten Naturbegriff (SzeaN)“
Ganz dem architektonischen Ensemble und den unmittelbaren Motiven folgend habe ich einen Entwurf entwickelt, der sich einerseits auf das Gebäude und seine Umgebung bezieht und andererseits inhaltlich auch einen Bezug zum Tuch und Technikmuseum herstellt.

Farblich ist der Entwurf zurückhaltend angelegt und auf zwei Grundfarbtonreihen und ihre Verläufe ins Helle beschränkt. Das Motiv des Bildes besteht aus einer geometrischen Strukturentwicklung, die sich von einer bodennahen Verdichtung zum Giebel hin als öffnendes und rein lineares Beziehungsgeflecht erstreckt.

Damit erstreckt sich das Thema von der durchaus dekorativen Gestaltung im Sinne des Jugendstils über mein zentrales Interesse einer freien Strukturforschung (zum morphogenetischen Strukturpotential an sich) bis hin zu einem klaren geometrischen Netzwerk, das für mich als Symbol einer naturwissenschaftlich aufgeklärten Gesellschaft steht und als geistige Grundlage für die materiellen Erscheinungen und Produkte verantwortlich ist.

Es eröffnet sich eine komplexe Strukturgestalt, die als einziges Thema das strukturelle Potential eines reduzierten und geschlossenen Zeichensystems selbst darstellt und letztlich auf das analoge Prinzip der Selbstreferenzialität in der Natur verweist.

© PRHS _ Februar 2020